Beiträge von Kupferzupfer

    Und jetzt nur mal so völlig off topic reingeschmissen: Wenn man sich eine Palette Kochsalz im Aldi kauft und gegen das Unkraut auf der Einfahrt auf selbiger bei trockenem Wetter verteilt und etwas Wasser drüber sprüht, um es zu verflüssigen...

    Ich dache immer, man verflüssigt das mit einer Palette Essig ...

    Nein, die Haftpflichtversicherung zahlt den Heckschaden des F40 komplett und versucht allenfalls, 5000 Euro der an den grinsenden F40 Halter ausgekehrten Summe vom Versicherungsnehmer zurück zu erhalten. Das scheitert allerdings meist an fehlender Kausalität zwischen der Erlöschen der ABE (die im übrigen oft streitig ist, gerade wenn die Veränderung eintragungsfähig war) und der Schadensverursachung, etwa wenn der Fahrzeugführer in der konkreten Situation mit einem Serienauspuff genauso aufs Fahrzeugheck aufgefahren wäre.

    Wie das abläuft? Eine Eintragung wird zur Überprüfung der Prüforganisation zugeleitet und die äußert sich dahingehend, dass der Stempel X am Datum Y gesperrt gewesen und Prüfer Z nicht mehr im Hause gewesen sei. Prüfer Z selbst wird sich, unter Hinweis auf ein noch anhängiges Arbeitsgerichtsverfahren, nicht dazu äußern, ob, wann und wo er diese Änderungsabnahme durchgeführt hat.


    Das erlaubt dann die Betrachtungsweise, dass das abgestempelte Änderungsformular eine Totalfälschung und seine Vorlage bei der Zulassungsstelle zur Änderung der Fahrzeugpapiere als Gebrauch einer gefälschten Urkunde zu bewerten ist. Da bei 18-25 jährigen die Verteidigungsfreude in verkehrsrechtlichen Bußgeld- und Strafverfahren erfahrungsgemäß weniger ausgeprägt ist als bei älteren Fahrzeughaltern, ist das natürlich eine Einladung, dem mal einen Strafbefehl zuzusenden, bevor er die nächste und übernächste Ausbildungsvergütung wieder nur in sein Auto steckt.

    Das Stempel rückwirkend gesperrt werden, also auch für Zeiträume vor dem in Ungnade fallen des Prüfers, gab es schon vor zig Jahren. Das macht die teure Eintragung zur "Totalfälschung", Halter eines Hoppelpolos bekommen dann im Anschluss häufig noch einen Strafbefehl wegen Urkundenfälschung.

    Was mir aufgefallen ist: Recht häufig wird nach Einspruch gegen den willkürlichen Bußgeldbescheid zu einem Verwarnungsgeld verurteilt, weshalb die Kosten für Sicherstellung, Abschleppen, Unterbringung und Nachkontrolle dann am Fahrzeughalter kleben bleiben.


    Das Verändern von Fahrzeugen hat immer mehr etwas von "Watschen betteln", wobei man fairerweise berücksichtigen muss, dass im Vergleich zu den 80er/90er Jahren mittlerweile die Fahrzeughersteller selbst vielfältige Motorisierungen und Zubehör zur Verfügung stellen, die Tuningmaßnahmen im Grunde entbehrlich machen.

    Ich weiss jetzt gerade nicht, was Ihr habt. Ende der 70er/Anfang der 80er war die Klinkerfarbe so hip wie jetzt anthrazit und das dezente grün in den Pflasterfugen lässt auf Trockenheit des Triebwerkes schliessen. Absacken bei Nichtgebrauch des Fahrzeuges ist normal, möglicherweise ist ja auch noch der Kofferraum voll bepackt, ein durchschnittlicher CDI Fahrer hat doch bestimmt keinen Bock darauf, Negativzinsen zu bezahlen.

    Fahrzeuge mit Dieselmotor haben meistens wesentlich höhere Jahresfahrleistungen als ähnlich aussehende mit Benzinmotoren und im Alter von 10-15 Jahren dann wesentlich mehr Nutzung hinter sich. Wer wenig fährt, merkt ja auch fast nichts von den niedrigeren Kraftstoffkosten, die wohl für die meisten Menschen der Hauptgrund sein dürften, sich mit dem Antriebskonzept eines Selbstzünders abzufinden. Wer vor lauter Angst lieber zu einem Auto mit OM646 oder OM651 greift kann damit doch auch Pech haben und fährt, zumindest in Verbindung mit großer Karosserie, obendrein noch ein mager motorisiertes Fahrzeug.

    Hatte einen frühen OM642 im s203, gekauft mit etwa 200000 km. Ds hat gerne Öl getropft, die Glühzeitendstufe war mal defekt (da ging die MKL an) am Ende bei über 250000km hat er sich ein Stück Plastik von der Reinluftleitung reingepfiffen, da stieg dann der Ölverbrauch und bei Kälte sprang er nur noch mit langem Georgel an, ich habe den dann als defekt ins Ausland verkauft, da niemand Bock hatte, da etwas instandzusetzen.


    Ich fand diesen Antrieb aber nicht schlecht, weil die 7G-Tronic das schmale Drehzahlband des Dieselmotors super kaschiert und man im Alltag subjektiv das Gefühl hat, ein wesentlich stärkeres Fahrzeug zu fahren - und weil der Verbrauch dieses Triebwerkes in Relation zu den Fahrleistungen sehr moderat ist.