Beiträge von Kupferzupfer

    Naja, die wenigsten Dinge das Geld wert, für welches sie verkauft werde. Wer den Neupreis aufgebracht und wenig Nutzen aus seiner Anschaffung gezogen hat, für den ist das dann sicherlich besonders ärgerlich. Haben die 205er und 213er Modelle verbesserten Rostschutz an den Hinterachsen oder droht da dann in ein paar Jahren ähnlicher Ärger?

    Ein 203 als Familienkutsche mit Kindersitz und Rollator wird ganz schön eng, wenn dann noch die erste Sitzreihe von größer gewachsenen Personen besitzt wird macht das keinen Spass mehr.

    Durch Alter und Nutzung sind die am Markt befindlichen Fahrzeuge der von Dir avisierten Baureihen alle mehr oder weniger verbraucht und werden daher vermutlich ab und an mal ein Ersatzteil benötigen. Dazu gesellen sich bei den CDI oft noch die alte Hubraumsteuer und dreiste Haftpflichttypklassen, also ein Fixkostenapparat vorab, noch bevor es mit dem Sparen an der Tanke losgehen kann. Bei den OM646 und OM648 mit der alten 5-Gang Automatik ist zudem ein gewisser Mehrverbrauch im Vergleich zu neueren Konstruktionen einzuplanen.

    Das wichtigste bei der Suche nach so einem Fahrzeug ist, keine Hunderte von Kilometern durch die Republik zu reisen und Autos stehen zu lassen, bei denen man ein schlechtes Gefühl hat.

    Ich sehe da keinen Schaden, wenn er für den Austausch der vergammelten Hinterachse auf Kulanz keine Rechnung bekommen hat.

    Wenn die Traggelenke getauscht werden müssen, dann ist das eben so. Solche Teile verschleissen durch Alterung und Nutzung, schicke Radsätze beschleunigen das ganze noch einmal. Airmaticjustage und Fahrwerksvermessung machen bei Lichte betrachtet auch erst nach dem geplanten Einbau der Sturzkorrekturschrauben wirklich Sinn.

    Und jetzt nur mal so völlig off topic reingeschmissen: Wenn man sich eine Palette Kochsalz im Aldi kauft und gegen das Unkraut auf der Einfahrt auf selbiger bei trockenem Wetter verteilt und etwas Wasser drüber sprüht, um es zu verflüssigen...

    Ich dache immer, man verflüssigt das mit einer Palette Essig ...

    Nein, die Haftpflichtversicherung zahlt den Heckschaden des F40 komplett und versucht allenfalls, 5000 Euro der an den grinsenden F40 Halter ausgekehrten Summe vom Versicherungsnehmer zurück zu erhalten. Das scheitert allerdings meist an fehlender Kausalität zwischen der Erlöschen der ABE (die im übrigen oft streitig ist, gerade wenn die Veränderung eintragungsfähig war) und der Schadensverursachung, etwa wenn der Fahrzeugführer in der konkreten Situation mit einem Serienauspuff genauso aufs Fahrzeugheck aufgefahren wäre.

    Wie das abläuft? Eine Eintragung wird zur Überprüfung der Prüforganisation zugeleitet und die äußert sich dahingehend, dass der Stempel X am Datum Y gesperrt gewesen und Prüfer Z nicht mehr im Hause gewesen sei. Prüfer Z selbst wird sich, unter Hinweis auf ein noch anhängiges Arbeitsgerichtsverfahren, nicht dazu äußern, ob, wann und wo er diese Änderungsabnahme durchgeführt hat.

    Das erlaubt dann die Betrachtungsweise, dass das abgestempelte Änderungsformular eine Totalfälschung und seine Vorlage bei der Zulassungsstelle zur Änderung der Fahrzeugpapiere als Gebrauch einer gefälschten Urkunde zu bewerten ist. Da bei 18-25 jährigen die Verteidigungsfreude in verkehrsrechtlichen Bußgeld- und Strafverfahren erfahrungsgemäß weniger ausgeprägt ist als bei älteren Fahrzeughaltern, ist das natürlich eine Einladung, dem mal einen Strafbefehl zuzusenden, bevor er die nächste und übernächste Ausbildungsvergütung wieder nur in sein Auto steckt.

    Das Stempel rückwirkend gesperrt werden, also auch für Zeiträume vor dem in Ungnade fallen des Prüfers, gab es schon vor zig Jahren. Das macht die teure Eintragung zur "Totalfälschung", Halter eines Hoppelpolos bekommen dann im Anschluss häufig noch einen Strafbefehl wegen Urkundenfälschung.

    Was mir aufgefallen ist: Recht häufig wird nach Einspruch gegen den willkürlichen Bußgeldbescheid zu einem Verwarnungsgeld verurteilt, weshalb die Kosten für Sicherstellung, Abschleppen, Unterbringung und Nachkontrolle dann am Fahrzeughalter kleben bleiben.

    Das Verändern von Fahrzeugen hat immer mehr etwas von "Watschen betteln", wobei man fairerweise berücksichtigen muss, dass im Vergleich zu den 80er/90er Jahren mittlerweile die Fahrzeughersteller selbst vielfältige Motorisierungen und Zubehör zur Verfügung stellen, die Tuningmaßnahmen im Grunde entbehrlich machen.