Fahrerlager-Geschichten - KW23

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Der Mercedes-AMG GT3 fuhr beim 24-Stundenrennen auf der Nürburgring-Nordschleife das dritte Gesamtpodium innerhalb von vier Jahren ein: Maximilian Götz verrät, wie es ihm und seinen Teamkollegen gelungen ist.

  • Das ist passiert: Ergebnisse & Fakten
  • Neuigkeiten aus den Mercedes-AMG Motorsport-Teams
  • 3 Fragen an Maximilian Götz
  • Social Media News: Was gibt’s Neues online?

Das ist passiert: Ergebnisse & Fakten

  • Formel 1: Valtteri Bottas und Lewis Hamilton beenden den Großen Preis von Aserbaidschan ohne Punkte
  • 24h-Rennen Nürburgring: Maximilian Götz, Daniel Juncadella und Raffaele Marciello fahren im Mercedes-AMG GT3 auf das Podium
  • GT World Challenge America: Ein Sieg und ein dritter Rang für den Mercedes-AMG GT3 in den beiden Rennen auf dem Virginia International Raceway
  • Pirelli GT4 America: Kenny Murillo und Christian Szymczak gewinnen den ersten Lauf in Alton

Newssplitter

Zahlen & Fakten aus Baku: Der Große Preis von Aserbaidschan auf dem Baku City Circuit entpuppte sich am vergangenen Wochenende als ein echter Thriller mit spannenden Wendungen bis zur Zielflagge. Das Mercedes-AMG Petronas F1 Team erlebte in Baku einen schmerzhaften Sonntagnachmittag. Lewis Hamilton ging vom zweiten Startplatz ins Rennen und lag bis zur Schlussphase auf Podestkurs. Nach einer Rennunterbrechung in Folge eines Unfalls von Max Verstappen bot sich Lewis beim stehenden Re-Start die Chance, Sergio Perez im Kampf um die Führung anzugreifen. Dabei verstellte er versehentlich die Bremsbalance seines Autos und verbremste sich zwei Runden vor Rennende in der ersten Kurve. Am Ende überquerte er die Ziellinie auf P15. Valtteri Bottas hatte das gesamte Wochenende über mit dem Grip an seinem W12 zu kämpfen und beendete den Aserbaidschan GP als Zwölfter. Nach zwei schwierigen Rennen auf den Stadtkursen in Monaco und Baku geht es für das Team vom 18.-20. Juni zum Großen Preis von Frankreich nach Le Castellet.

Erfolgsbilanz bei 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ausgebaut: Mit dem dritten Gesamt-Podestplatz innerhalb von vier Jahren und drei Klassensiegen endete die historische 49. Auflage des ADAC TOTAL 24h-Rennen Nürburgring für Mercedes-AMG Motorsport erfolgreich. Das berühmt-berüchtigte Eifelwetter hatte auch in diesem Jahr Turbulenzen verursacht, so dass das Rennen nach einer langen Unterbrechung mit einer Gesamtrennzeit von 9,5 Stunden als das bislang kürzeste 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring in die Geschichtsbücher einging. Für ein Happy End sorgte das Mercedes-AMG Team GetSpeed, das nach dem Re-Start am Sonntag um 12 Uhr von Platz neun aus eine Aufholjagd startete. Nach einem starken Finish überquerten Maximilian Götz (GER), Daniel Juncadella (ESP) und Raffaele Marciello (ITA) mit dem Mercedes-AMG GT3 #7 im BWT-Design nach 59 absolvierten Runden als Dritte die Ziellinie. 

Für einen von insgesamt drei Klassensiegen war BLACK FALCON verantwortlich, womit sie ihre Erfolgsserie beim Langstreckenklassiker fortsetzten. Mustafa Mehmet Kaya (TUR), Gabriele Piana (ITA), Mike Stursberg (GER), und Ersin Yücesan (TUR) setzten sich in der SP8T-Klasse im Mercedes-AMG GT4 #36 vom BLACK FALCON Team TEXTAR vor dem Mercedes-AMG GT4 #34 von Schnitzelalm Racing durch. Für BLACK FALCON war es bereits der dritte Klassensieg mit dem Mercedes-AMG GT4 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring nach 2018 und 2019. Klassensieg Nummer zwei steuerte Schnitzelalm Racing mit dem Mercedes-AMG GT4 #34 bei. Marek Böckmann, Marcel Marchewicz, Tim Neuser und Reinhold Renger (alle GER) trugen in der SP10-Klasse den Sieg davon. Klassensieg Nummer drei für Mercedes-AMG Motorsport wurde in der SP-X-Klasse für besondere Fahrzeugvarianten eingefahren. Im mit der neuartigen Steer-by-Wire-Technologie ausgestatteten Mercedes-AMG GT3 #25 zeigten Philip Ellis (SUI), Dominik Farnbacher, Tim Scheerbarth (beide GER) und Darren Turner (GBR) vom Team Space Drive Racing ein solides Rennen und holten sich mit dem 16. Gesamtplatz zugleich Platz eins in der Klasse.  

Rennsiege in GT World Challenge America: Mit dem ersten Rennsieg der Saison in der GT World Challenge America hat Mercedes-AMG Motorsport seine Führung in der globalen Herstellerwertung der GT World Challenge ausgebaut. Im zweiten der beiden Sprintrennen auf dem Virginia International Raceway feierten Mikaël Grenier (CAN) und Russell Ward (USA) im Mercedes-AMG GT3 #33 von WINWARD Racing einen Start-Ziel-Sieg. Bereits in Rennen eins am Samstag fuhren Michael Cooper (USA) und Erin Vogel (beide USA) in der #19 von DXDT Racing als Gesamt-Dritte und Pro-Am-Klassensieger wertvolle Punkte ein. Insgesamt landeten in den beiden 90-minütigen Rennen jeweils drei Mercedes-AMG GT3 in den Top-10 des Gesamtklassements. 

Auch in den an gleicher Stelle ausgetragenen Rennen der GT4 America überquerte ein Fahrzeug aus Affalterbach als Erstes die Ziellinie. Kenny Murillo und Christian Szymczak (beide USA) fuhren am Samstag im Mercedes-AMG GT4 #72 von Murillo Racing von Startplatz zwei aus zum Sieg. Im zweiten Rennen am Sonntag errang Capstone Motortsports mit John Allen und Kris Wilson hinter dem Steuer der #16 nach Klassenplatz drei am Vortag den Sieg in der Am-Kategorie.

Für weitere Klassenpodien mit dem Mercedes-AMG GT4 sorgte RENNtech Motorsports in der GT America. Chris Cagnazzi (USA) fuhr in der GT4-Klasse jeweils auf den dritten Platz. Drei Top-10-Platzierungen in den 40-minütigen Rennen ohne Fahrerwechsel rundeten das erfolgreiche Wochenende für Mercedes-AMG Motosport auf dem Virginia International Raceway ab.

Siegesserie und weltweite Podiumserfolge: Das Team ABBA Racing hat das Event der GT Cup Championship auf dem Snetterton Motor Racing Circuit nach Belieben dominiert. Richard und Sam Neary (beide GBR) gewannen alle vier 25-minütigen Rennen und feierten damit die Rennsiege 21 bis 24 mit ihrem Mercedes-AMG GT3. 

Beim Sprint-Cup in der Italian GT Championship fuhren Bar Baruch (ISR) und Luca Segù (ITA) im zweiten Rennen des Wochenendes in Misano für Antonelli MotorSport als Dritte auf das Gesamt-Podest. In der GT4AM-Klasse eroberten Diego Di Fabio und Luca Magnoni (beide ITA) im Mercedes-AMG GT4 #207 mit jeweils zwei Klassensiegen außerdem die Meisterschaftsführung in dieser Kategorie.

Ebenfalls Gesamtplatz drei eroberte das AKKA ASP Team mit dem französischen Duo Eric Debard und Simon Gachet in der GT4 France. Der Mercedes-AMG GT4 #81 war im zweiten Rennen auf dem Circuit d’Albi einer von fünf Mercedes-AMG GT4 in den Top-10. Unter ihnen auch das Schwesterfahrzeug #88, in dem sich Timothé Buret und Paul Evrard (beide FRA) als Gesamt-Neunte obendrein noch den Klassensieg im Silver Cup sicherten.

Weitere Klassensiege mit dem Mercedes-AMG GT4 wurden in Brasilien und in Spanien eingefahren.  

Beim Rennen der Endurance Brasil in Curitiba holte sich AMG CAC Competiçoes Platz eins in der GT4-Klasse. In der Supercars GT4 South errang Sports & You in Madrid zweimal den Klassensieg in der GT4-Bronze-Kategorie.

3 Fragen an Maximilian Götz

Maximilian Götz gehört zu den erfahrensten Mercedes-AMG Fahrern. Die diesjährige Auflage des ADAC TOTAL 24h-Rennens Nürburgring wird aber auch ihm in Erinnerung bleiben. Nach einer langen Rennunterbrechung starteten er und seine Teamkollegen Daniel Juncadella und Raffaele Marciello im Mercedes-AMG GT3 #7 des Mercedes-AMG Team GetSpeed eine Aufholjagd und fuhren als Gesamt-Dritte noch aufs Podest. Nach seinem zweiten Podiumserfolg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ordnet Götz das Rennen ein und blickt auf die nächste große Herausforderung.

Maximilian, Glückwunsch zum Podiumserfolg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Was war der entscheidende Grund dafür, dass eure Aufholjagd am Ende erfolgreich war?

Maximilian Götz: Entscheidend war, dass wir nie aufgegeben haben. Wir haben zu jedem Zeitpunkt des Rennens an den Erfolg geglaubt. Natürlich haben uns die Rennunterbrechung und die Egalisierung der Zeitabstände in die Karten gespielt. Vor dem Re-Start haben wir uns vorgenommen: „Wir gehen jetzt all-in.“ Wir wussten, dass wir die Pace haben und der Mercedes-AMG GT3 auf der Nordschleife sehr gut funktioniert. Also haben wir uns vorgenommen, jede Runde wie eine Qualifying-Runde anzugehen. Das hat sich auch dank der starken Arbeit des Teams am Ende ausgezahlt. 

Die 49. Auflage geht als kürzestes 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring in die Geschichtsbücher ein. Unabhängig von diesem Rekord: Warum wird dir das diesjährige Rennen in Erinnerung bleiben?

Maximilian Götz: Was in Erinnerung bleiben wird, sind die intensiven Zweikämpfe auf dieser schweren Strecke. Als Fahrer hat das richtig viel Spaß gemacht. Auch die Wetterkapriolen waren wieder extrem und typisch für den Nürburgring. Die ersten Runden werde ich so schnell nicht vergessen. Wir sind auf Slicks gestartet und es fing umgehend an zu regnen. Dann geht es nur noch darum, sich im Rennen zu halten. Unter diesen extremen Umständen am Ende noch aufs Podest zu fahren, ist auf jeden Fall ein großer Erfolg.  

Mit dem 24-Stunden-Rennen hast du einen der Jahreshöhepunkte hinter dir. Aber die Saison ist noch lange nicht vorüber. In zwei Wochen steht der DTM-Auftakt in Monza auf dem Programm. Gibt der Podiumserfolg vom Nürburgring dafür noch einmal einen Schub?

Maximilian Götz: Einen Podiumserfolg beim Saisonhighlight nimmt man immer gerne mit. Die Trophäe für Platz drei auf dem Nürburgring steht jetzt hier bei mir in meinem Büro und die kann mir keiner mehr nehmen. Für den weiteren Saisonverlauf gibt dieser Erfolg einen enormen Motivationsschub. Ich freue mich schon auf packende Rennen in der DTM mit den GT3-Fahrzeugen. Das Ziel ist klar: weitere Trophäen einfahren! Wir wollen bei den ersten Rennen in Monza die starke Pace des Mercedes-AMG GT3 ausspielen und auch in der DTM möglichst oft auf dem Podest stehen.

Social Media News

#MercedesAMGMotorsport #24hNBR: Mit einem beherzten Überholmanöver in der vorletzten Runde sicherte Raffaele Marciello dem Mercedes-AMG Team GetSpeed Platz drei beim ADAC TOTAL 24h-Rennen Nürburgring.

Video ansehen: www.facebook.com/watch/?v=806047103384969

#MercedesAMGMotorsport #24hNBR: Der Start zu einem turbulenten 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Die Highlights der ersten vier Rennstunden.

Video ansehen: www.facebook.com/MercedesAMGCustomerRacing/videos/4510675102294885

#MercedesAMGMotorsport #24hNBR: Ein exklusiver Einblick in den Daten- und Analyse-Raum beim ADAC TOTAL 24h-Rennen – die Race Base von Mercedes-AMG Motorsport.

Video ansehen: www.facebook.com/MercedesAMGCustomerRacing/videos/228646175415259

Artikel und Fotos: Daimler AG